DOWNLOAD Festival 2007  

10.06.07 - Donington / England


Sonntag 10.06.07 - Donington / England

 

Das Download Festival ist seit Jahren bereits eine feste Institution in der britischen Heavy Metal Szene. In den 80ern und 90ern noch als Monsters of Rock Festival bekannt, hat sich der Open Air Event mittlerweile als Download Festival einen Namen gemacht, bei dem sich die größten Bands der Szene wie METALLICA, SLAYER, KORN oder auch IRON MAIDEN die Klinke in die Hand geben. Im Übrigens wurde fast das komplette Wochenende per Livestream auch für den Rest der Welt frei zugänglich gemacht!

Als einer der zahlreichen namhaften Bands durften neben Szenegrößen wie MEGADETH, CHIMAIRA oder STONE SOUR auch die Ami Thrasher von LAMB OF GOD als Support Act antreten. Erstaunlich war hierbei vor allem die enorme Anzahl an Fans die schon zu früher Stunde vor der Bühne versammelt waren und eine beeindruckende Performance des Quintettes begutachten durfte. Nicht wenige sangen lauthals Songs wie „Laid to rest“, „11th Hour“ oder „Now you´ve got something to die for“ (den Frontmann Randy Blythe als so was wie einen Lovesong ankündigte) mit.

Nach STONE SOUR waren die Metalcore Lieblinge von KILLSWITCH ENGAGE an der Reihe die Stimmung am kochen zu halten. Auffallend war, dass Chef-Grimassenschneider und Gitarrist Adam Dutkiewicz erneut nicht von der Partie war, wobei der Rest der Truppe sowie seine Vertetung (name mir leider unbekannt) dennoch für massig Stimmung sorgten. Klassiker wie „Fixation of the Darkness“, „A Bid Farewell“, „The End of Heartache“ sowie dem Überhit „My last Serenade“ reichten dabei alleine aus, um die Massen komplett zum ausrasten zum bringen, wobei auch das neue Album „As Daylight Dies“ berücksichtigt wurden. So brach die geniale Stimmung, welche KILLSWITCH ENGAGE fabrizierten die knappe Stunde Spielzeit nicht einmal ansatzweise ab, weswegen man diese Show schon mal als deutlichen Erfolg verbuchen konnte.

Als Co-Headliner hatten die Amis von EVANESCENCE um Frontfrau Amy Lee die Aufgabe das Publikum für den Headliner IRON MAIDEN anzuheizen. Auffällig war, dass erneut unbekannte Gesichter sich auf der Bühne tummelten, da Drummer Rocky Gray sowie Gitarrist John LeCompt aus ihren Diensten entlassen und durch den neuen Stöckchenschwinger Will Hunt und den neuen Saiten Zupfer Troy McLawhorn (beide bei DARK NEW DAY) ersetzt wurden. Neben altbekannten Klassikern wie „Tourniquet“, „Going under“ oder DEM Megahit „Bring me to Life“, bei dem der männliche Gesangpart leider auffallend fehlte gab es auch neue Songs vom aktuellen Longplayer „The Open Door“ wie z.B. „Call me when you're sober“, „Lithium“ oder der aktuellen Singleauskopplung „Sweet Sacrifice“. Frontfrau Amy Lee bewies darüber hinaus sich als bewegungsfreudig wie eh und je und bewies auch am Flügel ein ruhiges Händchen. Definitiv ein cooler Auftritt.

Setlist Evanescence
Lose Control (Intro)
Weight Of The World
Sweet Sacrifice
Going Under
The Only One
Cloud Nine
Lithium
Whisper
Haunted
Tourniquet
Call Me When You'Re Sober
Imaginary
Bring Me To Life
All That I Living For
Lacrymosa
Your Star

 


Als Headliner für den Sonntag wurde zum vierten Mal (zuvor 1988, 1992 und 2003) die britische Heavy Metal Legende IRON MAIDEN gebucht, welche sich momentan wieder mit ihrer Tour „A Matter of the Beast“ on the Road befinden. Zwar wurden im Vorhinein 5 Songs vom Klassiker Album „The Number of the Beast“ angekündigt, doch sollten es letztendlich nur 4 werden. Zu Beginn fiel auf, dass man die gleiche Bühne inklusive Requisiten der letzten Hallentournee zum „A Matter of Life and Death“ Album verwendete. Passenderweise eröffnete man fulminant mit dem Opener „Different World“, währenddessen Bruce beinahe von einem Ei getroffen wurde. Vor „These Colours don´t run“ schaffte der agile Sänger den passenden Spagat zum San Bernadino Skandal bei den Ozzfests im Jahre 2005, wo Sharon Osbourne die Band mit Eiern bewerfen ließ und ermahnte das Publikum, den schuldigen hochkant rauswerfen zu lassen, oder befindet sich etwa jemand anderes im Publikum? Nach dem weiteren neuen Stück „Brighter that a thousand Suns“ folgte mit „Wrathchild“ der erste Klassiker. Bruce zeigte sich dermaßen bewegungsfreudig, dass er über einen Monitor stolperte und es ihn hochkant auf den Hosenboden setzte, was er aber gut zu vertuschen wusste. Danach war mit „The Trooper“ einer DER Klassiker von IRON MAIDEN an der Reihe, bei dem das ganze Publikum frenetisch mitsang! Doch erst mit „Children of the Damned“ ein Höhepunkt folgen, auf den sich viele gefreut haben! Vor dem Song meinte Bruce, dass dieser Abend für eine DVD „oder so was in der Art“ aufgezeichnet werden würde. Da dürfen wir ja mal gespannt sein. Auch bei „Reincarnation of Benjamin Breeg“ wurde wieder deutlich, dass die neuen Songs mittlerweile viel besser bei den Fans landen und auf mehr Resonanz stoßen. „For the Greater Good of God“ wirkt auf mich langsam wie der größere Bruder von „Paschendale“ (vom letzten Album „Dance of Death“ . Scheinbar gab es Probleme mit dem Introband von „The Number of the Beast“, weswegen Bruce die Ansage selbst übernahm, was aber nicht sein Enthusiasmus bremste, als er schließlich sang „and I make Donington fuckin´ burn“! Wer sich in Ludwigshafen wunderte, weswegen die Scheinwerfer nicht eingesetzt wurden, hier nun die Auflösung: Die waren für „Fear of the Dark“ gedacht, wo sie in Donington auch zum Einsatz kamen! Nach „Run to the hills“ und dem obligatorischen Ende „Iron Maiden“ in Kombination mit Eddie im Panzer und Dave Murray der seine Gitarre komplett zerlegte war dann erst mal Schluss. Doch IRON MAIDEN ließen nicht lange auf sich warten und kamen nach kurzer Zeit wieder auf die Bühne. Bevor es mit „2 Minutes to Midnight“ los ging versprach Bruce, dass die Band im nächsten Jahr „Somewhere in England“ mit einigen Pyramiden zurück kommen werde und Songs, in denen sie über „Mariners“ und „Albatrosses“ singen werden. Sprich „Rime of the Ancient Mariner“!! Auch bei den restlichen Songs „The evil that Men do“ und „Hallowed be thy Name“ zeigte sich die Band immer noch bestens aufgelegt und man merkte das relative hohe Alter der einzelnen Musiker nicht wirklich an. Viele Death oder Black Metal Bands bewegen sich da deutlich weniger! Somit boten IRON MAIDEN erneut eine super Show, die eigentlich keine Wünsche offen ließ!

Setlist IRON MAIDEN
Different World
These Colours don't run
Brighter than a thousand Suns
Wrathchlild
The Trooper
Children of the Damned
Reincarnation of Benjamin Breeg
For the greater Good of God
The Number of the Beast
Fear of the Dark
Run to the Hills
Iron Maiden
--------Zugabe--------
2 Minutes to Midnight
The Evil that Men do
Hallowed be thy Name


 

Layout + Bericht: SasH

Pix: Iron Maiden Fanpage + Ancient Spirit Archiv


 

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