![]() |
DOOM SHALL RISE - Festival V - 27./28.04.2007 - Göppingen, Chapel |
|---|


FREITAG, 27.04.2007
Zu einer absoluten Bank im
Festival-Jahreskalender hat sich in den vergangenen Jahren das DOOM SHALL RISE
Festival entwickelt. Eine Kultveranstaltung von Fans für Fans, eine Institution,
ja, eine Marke! Das DSR ist das größte Doom-Event der Welt und darauf können die
Macher unbedingt stolz wie Oskar sein. So war es auch keinerlei Problem, daß die
fünfte Auflage eigentlich ohne größere Namen, die man in den vergangenen Jahre
immer wieder am Start hatte, auskommen mußte. So war die nach wie vor perfekte
Chapel zu Göppingen einmal mehr das Mekka für weit mehr als 500 Fans der
schleppendsten, langsamsten und vielleicht auch heaviesten aller
Metal-Spielarten. (Hage)
Zugegebenermaßen etwas widerwillig quälte ich mich kurz nach 19 Uhr trotz schönstem Wetter in die Chapel um Zeuge des Openers LOW MAN’S TUNE zu werden. Anfangs durchaus angenervt davon, sollte sich das keinesfalls als Fehler herausstellen, denn nach zwei, drei Songs sprang der Funke über - LOW MAN’S TUNEs Sludge/Doom zündete und plättete mich völlig. Sehr druckvoll und heavy, dreckig und düster dröhnte man aus den Boxen, definitiv keine Mucke für einen sonnigen Freitagabend, und dennoch auch dank der kräftige, tiefen Vocals, die mich etwas an GOREFESTs Jan-Chris erinnerten, absolut fesselnd und alles niederwalzend. Eine deutliche Schlagseite gen CROWBAR war nicht von der Hand zu weisen, zwar weniger melancholisch, aber keineswegs weniger intensiv - einen besseren Opener hätte man sich kaum wünschen können! (Lobi)
|
Setlist LOW MANS TUNE:
(alle Setlists ohne Gewähr) |
![]() |
Danach stand Funeral Doom auf dem Programm. Die multinationalen MY SHAMEFUL waren dabei sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Überzeugten die deutsch-amerikanischen Finnen schon auf ihren bockstarken Langspielern, so hatten sie auch keinerlei Probleme, die Doom-Chapel komplett in ihre finstere Atmosphäre zu hüllen und mit ihren tonnenschweren Slowschlürfern zu verzücken. Daher war es auch trotz des draußen noch vorherrschenden hochsommerlichen Wetters kein Wunder, daß spätestens jetzt das Gros der Fans gänzlich in die dem Festival zugrundeliegende Stimmung eintauchen und sich mitreißen lassen konnte. Stark! (Hage)
|
|
Setlist MY SHAMEFUL |
Irische Schotten? Oder wie darf man das Braveheart Outfit von MAEL MORDHA bewerten? Eventuell hab ich auch die nötige Erklärung Anfangs einfach verpasst, was aber auch egal ist. Es zählen ja schließlich die Taten und nicht das Aussehen. Die Iren um Fronthäuptling und Bandleader Roibeard O Bogail kamen mit ihrem Pagan Doom bei dem Volke sehr gut an. Und mit Songs wie ’Curse Of The Bard’ oder ’Wind Of One Thousand Winters’ ihres aktuellen Outputs ’Gealtacht Mael Mórdha’ wurde auch ab und zu mal das Gaspedal in Richtung FROSTsche Geschwindigkeit gedrückt. Wobei man natürlich auch anmerken muß, daß Flöte nicht Metal ist. Leider hatten sie noch ab und zu mit Soundschwierigkeiten zu kämpfen, was der Eroberung der anwesenden Gemeinde aber keinen Abbruch tat. Auf in die Schlacht! (Bomber)

Lang war´s ruhig um MEMORY GARDEN aus dem kleinen schwedischen Kumla, genauer gesagt seit kurz nach dem Release des dritten Albums ’Mirage’ im Jahre 2000. Jedoch waren die Befürchtungen, daß die Band das zeitlich gesegnet haben könnte, glücklicherweise völlig unbegründet und so kehren sie nun nicht nur mit einem bald erscheinenden neuen Album, sondern vor allem zunächst einmal livehaftig zurück. Und angesichts dieses absoluten Hammergigs, den sie auf die DSR-Bühne zauberten, kann man nur hoffen, daß die Jungs endlich so richtig durchstarten können. Mit ihrem famosen Mix aus typisch schwedischem Power-Doom mit einem deutlichen Schuß Progressivität treffen sie nämlich nach wie vor genau den Nerv aller Fans solcher Klassebands wie MORGANA LEFAY, TAD MOROSE, MEMENTO MORI oder ABSTRACT ALGEBRA. Davon abgesehen, daß man den Schweden die stetig steigende Spielfreude ob der großartigen Resonanzen zu jeder Sekunde anmerkte, bot vor allem Ausnahmesänger Stefan Berglund eine brillante Leistung und veredelte mit seinem Goldkehlchen neben alten Klassikern der Marke ’Forever’, ’Judgement Day’ oder ’Genesis’ auch den nagelneuen Knaller ’Carnage Carnival’. Sau geil!!! (Hage)
|
Setlist MEMORY GARDEN: 1. Inarticulo Mortis (Forever EP) 2. Judgement Day (Tides) 3. River of Sludge (Mirage) 4. Forever (Forever EP) 5. Dream Horizons / Hallowed Soil (Tides/Mirage) 6. Genesis (Tides) 7. Carnage Carnival / Nameless (new song/Marion EP) |
|
Dreckig, zugedröhnt und asozial, das waren Marylands EARTHRIDE. Scheinbar von den meisten Anwesenden am sehnlichsten erwartet, boten die Herren um den offensichtlich ziemlich dichten Ex-SPIRIT-CARAVAN-Basser Dave Sherman superfetten, mächtig dreckigen Doom Rock der ganz fiesen Sorte. Schwer rockende, walzende Riffs, donnernde Drums, dazu eine Stimme, geprägt von Whiskey und unzähligen Kippen - absolut räudig, saucool und einfach nur geil! Doom mit Eiern eben… Allerdings kamen Shermans Ansagen und auch sein deliriöses Stageacting - zum Beispiel das imaginäre Motorradfahren - mitunter etwas peinlich und lächerlich rüber, dennoch dürften EARTHRIDE wohl DER Publikumsrenner des Freitags gewesen sein und waren auch für mich der Höhepunkt des DSR V. (Lobi)

Wie bisher jedes Jahr sollte mein Sieger des Festivals schon am Freitag gekürt werden. Diesmal in Form der vier Malteser Falken FORSAKEN. Was diese vier kleinen Männer auf der Bühne an Größe ausstrahlen war überwältigend. Bezweifelte ich anfangs noch etwas, dass sich das streckenweise sehr bombastische und epische Material auf der Bühne effektiv reproduzieren lassen würde wurde ich bereits nach wenigen Minuten eines besseren belehrt. Natürlich fehlten Keyboardeffekte oder gar die kongenialen Chöre des ’Dominaeon’-Albums, doch das hinterließ nicht das kleinste Vakuum. Mit nur einem Bass und einer Gitarre (diese dafür umso knackiger gespielt und absolut banddienlich eingesetzt) war die Präsenz beeindruckend. Das Sahnehäubchen aber flitzte in feinem SOLSTICE-Leibchen von einem Ende der Bühne zum anderen. Was der kleine Leo an Gold in den Stimmbändern hat (und das ohne eine Stunde Gesangsunterricht!) konnte auf diesem Festival selbst von den anderen sehr guten Sängern nicht überboten werden. So schafften es die Bengels aus Malta die Chapel noch spät nachts zum Kochen zu bringen und mit ’Obsidian Dreams’ lieferten sie ihren heimlichen Hit mit voller Wucht absolut erstklassig inszeniert ab. Wer behauptet ’Symptom of the Universe’ und ’Black Sabbath’ als Medley zu covern sei nicht originell, dem gebe ich vollkommen recht…interessiert aber keinen Menschen, denn dafür hat’s geknallt wie Sau. Von dieser Band werden wir noch einiges hören! (Olli O.)
|
|
Setlist FORSAKEN: 12. BLACK SABBATH-Medley: Symptom Of The Universe/Black Sabbath |
(hier geht´s weiter...klick mich!!!)
![]() |
Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine Webmaster: info@ancientspirit.de
|
|