DREAM THEATER   

23.10.07 - Stuttgart / Kongresszentrum B


Dienstag 23.10.07 - Stuttgart / Kongresszentrum B

 

Der Preis der Goldenen Navigator Himbeere geht dieses Jahr an unseren Fahrer Thomas "Onkel Tom" Kammerer, der bereits im Vorfeld selbstsicher verkündete "Ich kenn den Weg", mit der Ausdruckskraft, als wenn er 20 Jahre im Kongresszentrum B gewohnt hätte. Nunja, der Kerl ist ja beruflich LKW Fahrer, also glaubt man ihm. Nach einer einstündigen Odyssee durch die Landeshauptstadt bei der wir über Stuttgart Feuerbach, nach Stadtmitte und Degerloch dann letztendlich am Flughafen landeten gab er kleinlaut bei und richtete sich dann nach Thorstens Plan, den er ihm übrigens schon zu Beginn angeboten hatte.

Deswegen haben wir dann auch leider SYMPHONY X verpasst, weswegen an dieser Stelle Markus "Endres" von metal.de hier das Wort übernimmt:

 

 

Pünktlich wie die Tagesschau um 20 Uhr betraten SYMPHONY X die Bühne, um dem Publikum gleich mal ordentlich einzuheizen. Dabei bewiesen DREAM THEATER mit der Verpflichtung dieser Band als Support ein glückliches Händchen, denn die zahlreichen Fans in der Halle empfingen SYMPHONY X mit großem Jubel und erfreuten sich an jedem gespielten Stück progressiven Power Metals. Mit ihrem neuem, starkem und recht hartem Album namens "Paradise Lost" im Gepäck spielte die Band einen souveränen Auftritt, welcher sich hauptsächlich auf diesen Silberling konzentrierte (neben dem Titeltrack wurde noch u. a. "Set The World On Fire (Lie Of Lies)" und "The Walls Of Babylon" gespielt).
Die Performance war wirklich gelungen, sowohl von musikalischer Sicht, allen voran der fantastische Gesang als auch das tolle Gitarrenspiel, als auch in Punkto Spielfreude gab es nichts zu meckern. Lediglich der Sound war ab dem Mischpult bis zum hinteren Teil der Halle viel zu drucklos und undifferenziert, wobei der Klang vorne allerdings ganz gut war. Trotzdem, das hat man im Congresszentrum B schon besser gehört. Nach knappen 45 Minuten war dann aber auch schon wieder Schicht im Schacht, die Band verließ die Bühne und die Lichter gingen an. Die lauthals geforderte Zugabe wurde leider nicht gespielt. Feiner Auftritt, den SYMPHONY X da hinlegten, fern von jeglichem 08/15 Power Metal Kitsch. (Endres - metal.de)

 

 

 

Nachdem Onkel Tom in der Umbaupause, die wir immerhin nicht verpasst haben, mit Vorwurfskanonaden bombardiert wurde (Eigentlich waren Joe und Thorsten übrigens, und das sollte nicht unerwähnt bleiben, nur wegen SYMPHONY X hier!), blieb uns immerhin noch der sehr coole Auftritt von DREAM THEATER, wobei ich allerdings zugeben muss, dass nach mittlerweile 7 Konzerten bei mir der Aha-Effekt verflogen ist. Selbstverständlich bleiben die New Yorker weiterhin herausragende Musiker und die Platten sind allesamt genial, aber live gab es doch Konzerte die mich mehr umgehauen haben, zumindest was DREAM THEATER betrifft. So wirkte auch das Riesendrumkit von Mike Portnoy, der übrigens dahinter wie gewohnt mächtig Faxen machte und rumposte, wie auch die Kollektion an Keyboards inkl. dem Rechner der N.A.S.A. im Hintergrund nicht mehr wirklich beeindruckend.

Aber dafür stimmte der Gesamteindruck, denn erfreulicherweise hat das Quintett nach wie vor Feuer im Hintern und legte sich bereits beim Opener "Constant Motion" vom neuen Album "Systematic Chaos" mächtig ins Zeug. Zur Freude der Fans gab es danach "Strange Deja Vu" von der genialen "Metropolis Pt.2. - Scenes from a Memory"-Scheibe, das natürlich lauthals von vielen mitgesungen wurde. Überraschenderweise fand mal wieder "Blind Faith" (Album: "Six Degrees of inner Turbulence") seinen Weg in die Setlist, wobei mir hier "The Glass Prison" besser gefallen hätte! Ebenso überraschend war "Surrounded" vom ebenfalls genialen Druchbruchsalbum "Images and Words", hatte ich bislang (bei 6 vorigen Konzerten) noch nie das Vergnügen, diesen Song live begutachten zu dürfen, gehört das Stück schließlich zu einem meiner Lieblingstracks auf dieser Scheibe. Einer der Höhepunkte des heutigen Abends war aber definitiv "The Dark Eternal Light", bei dem auf der Videoleinwand im Hintergrund ein Cartoon abgespielt wurde, in dem die Band als "North American Dream Squad" agierte und mit ihren Wunderwaffen-Instrumenten diverse Feinde bekämpfe! Das Stück sollte man definitiv als Videoclip veröffentlichen - genial! Nach dem obligatorischen Keyboard-Solo, das dieses mal nicht so herausragend war, folgte mit "Lines in the Sand" eines der besseren Tracks vom eher schwachen "Falling into Infinity"-Album. Sehr zu unserer Freude wurde mit "The Spirit carries on" ein weiteres Stück von "Metropolis Pt.2. - Scenes from a Memory" geboten, bei dem übrigens ein BH auf die Bühne geschmissen wurde, den man dann am Drumkit befestigte. Schön zu sehen, dass alte Traditionen auch von den weiblichen Fans weiterhin gepflegt werden! Nach den beiden Teilen von "In the Presence of Enemies", was abzusehen war, war erstmal Schluss und einige Verwunderung, denn schließlich wurde bisher kein einziger Song von "When Dream and Day unites", "Awake", "Train of Thought" und "Octavarium" gespielt. Da waren einige gespannt, was bei der Zugabe noch folgen sollte.

Eröffnet wurde mit dem Anfang von "Trial of Tears" ("Falling into Infinity") und schnell wurde klar, dass DREAM THEATER den Abend mit einem Medley abschließen würden, als nach einigen Minuten plötzlich das Thema zu "Finally free" (abermals das göttliche "Metropolis Pt.2. - Scenes from a Memory" -Album) intoniert wurde. Des weiteren kamen noch "Learning to live" ("Images and Words"), "In the Name of God" ("Train of Thought") und "Octavarium" ("Octavarium") zu ihren Ehren, danach war Schicht im Schacht.

Nun bleibt die Frage was besser ist: Ein DREAM THEATER Konzert, bei dem eine Vorgruppe eröffnet - in diesem Fall die herausragenden SYMPHONY X, die in unseren Breitengraden eh selten auftreten- oder "An Evening with DREAM THEATER", bei dem die New Yorker bis zu 3 Stunden spielen und somit mehr Zeit für den gigantischen Backkatalog bleibt? Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Ärgerlich bleiben aber trotzdem 2 Punkte: Erstens waren die Tshirt Preise immer noch unverschämt hoch (32,- Euro), wobei es dennoch einige, wenn auch wenige, Fans gab, die sich ein Leibchen besorgt haben. Zum Zweiten war es jedem Anwesenden untersagt Photos zu machen, das bedeutete aber auch Aufnahmen mit einer popligen Digitalkamera oder einem Photohandy! Wer dagegen verstieß wurde sofort von einem Security-Mann heimgesucht und sofort darauf hingewiesen, das Bild zu löschen. Wer mit größerem Kaliber (also 5 Megapixel aufwärts) oder einer Videokamera erwischt wurde, wurde sogar gleich abgeführt. Ok, das mit der Videokamera verstehe ich ja, aber ein Bild mit nem Photohandy, hallo? Allerdings blieben die ganzen Raucher, die ich während dem Konzert entdeckt habe, unerklärlicherweise verschont! Verkehrte Welt! (SasH)

 

Setlist

(Intro Video / 2007: An Ant Odyssey)

Constant Motion

Strange Deja Vu

Blind Faith

Surrounded

The Dark eternal Light

Keyboard Solo

Line in the Sand

The Spirit carries on

In the Presence of Enemies I + II

Zugabe

Medley

- Trial of Tears

- Finally free

- Learning to live

- In the Name of God

- Octavarium
 

 

Bericht: Endres (metal.de) & SasH

Layout : SasH

Copyright der Pics liegen bei Norman Sickinger / metal.de!

Vielen Dank für eure Hilfe, Jungs!!!


 

Alle Inhalte (c) Ancient-Spirit-Magazine

Webmaster: info@ancientspirit.de.de