ANCIENT RITES/ DARKNESS ABLAZE / INK / FEAR THE SKYLINE - Bietigheim, Jugendhaus Farbstrasse – 08.04.2007


 

 

Ostersonntag, der Tag der Wiederauferstehung und just veranstalten die Albumdebütanten DARKNESS ABLAZE ihre Releaseparty mit allerlei Metal zwischen Modern und Schwarz, um den Nazarener so schnell wie möglich wieder ans Kreuz zu befördern! (Lobi)

 

Den unbeliebten Platz des Openers hatten diesmal FEAR THE SKYLINE aus Marbach zu besetzen, die zudem stilistisch in eine etwas andere Richtung als der Headliner ANCIENT RITES und die Gastgeber von DARKNESS ABLAZE tendierten. Die fünf Jungs, gerade erst dem Gymnasium entwachsen, überraschten jedoch mit einer für eine solch junge Band erstaunlichen Instrumentenbeherrschung und extrem tightem Zusammenspiel. Offiziell als Metal / Hardcore / Death-Metal angekündigt läßt sich die Musik nur schwerlich in die üblichen Schubladen einordnen, auch und gerade wegen der einerseits Nu-Metal-/Metalcore-angehaucht groovenden Grundrhythmen und den gleichzeitig melodie-betonten, mitunter zweistimmigen Gitarrenparts, sowie den nach wie vor durchaus exotischen Frog-Voice-Passagen. Langeweile kam bei den abwechslungsreichen Arrangements und ihren mitunter völlig unerwarteten Wendungen hin zu neuen Riffs nicht auf, sodass Fear the Skyline auch beim Publikum, insbesondere bei ihren jüngeren Marbacher Fans, recht gut ankamen, die auch sogleich einen Circle Pit initiierten. Teilweise wirken die Songs infolge dieser häufigen Wechsel allerdings leicht wie ein Riff-Flickenteppich, dem die Grundidee noch zu fehlen scheint. Aber es wird sicherlich nicht lange dauern, bis dieser kleine Makel behoben ist und wir von dieser Band noch so einiges hören werden! Ein erstes Demo wurde neulich bereits aufgenommen, man darf gespannt sein. www.myspace.com/feartheskyline (Tom)

 

Obwohl Fear the Skyline schon ordentlich vorgelegt hatten konnten INK noch ein paar mehr Leute in den Veranstaltungssaal des zentralen Bietigheimer Jugendhauses ziehen. Die mittlerweile im gesamten Großraum Stuttgart etablierte Band konnte ebenfalls ihre Fans aktivieren und so war das Publikum wie die Bands auch recht bunt gemischt und strömte zahlreich. Dadurch, und wie immer, höchst motiviert brachten die fünf Ludwigsburger dann auch ihren vor Bass und Energie nur so strotzenden Metal auf die Bühne. Brachiale Gitarrenriffs und ein prägnant vor sich hin stampfender Tieftöner wechselten sich ab mit routinierten Gitarrensoli. Dazu eine äußerst abwechslungsreiche Stimme, die von Hardcore-Shouting bis hin zu straighten, cleanem Gesang alles abzudecken vermochte und dadurch dem Spannungsverhältnis zwischen Härte und Atmosphäre innerhalb der Songs den letzten Schliff gab. Entsprechend gut kam das Quintett dann auch beim Publikum an, das sich - nach Aufforderung - als Auftakt zu einer Coverversion des Sepultura-Klassikers "Refuse/Resist" sogar zu einer Wall of Death hinreißen ließ. Alles in allem war es ein sehr energisches Gastspiel der Ludwigsburger Jungs von INK, das besonders auch das Publikum zu honorieren wusste und ordentlich abfeierte. www.myspace.com/inkmetal (Tom)

 

 

Pünktlich und keine Minute zu früh, stand ich zu DARKNESS ABLAZE im Jugendhaus Bietigheim das eine respektable Besucherzahl von über 200 Leuten verzeichnen konnte. Eine stolze Summe für ein Metal Konzert in einem Jugendhaus, da würde sogar mancher Veranstalter größerer Konzerten schon fast vor Neid erblassen. Es herrschte eine lockere und ausgelassene Stimmung, in der man sich schnell wohl fühlte. Durch mein spätes Erscheinen verpasste ich leider die zwei Vorbands FEAR THE SKYLINE und INK die sicherlich mit einem guten Auftritt begeistern konnten.

Schon vor Spielbeginn von DARKNESS ABLAZE versammelten sich die Zuschauer vor der Bühne, so dass der Konzertraum gut ausgefüllt war. Zu Beginn wartete man mit einem stimmungsvollen Intro durch das Keyboard auf, um wider Erwarten auf infernalisches Geprügel umzuschwenken. Weiter überraschte man mit Moshparts im Midtempo Bereich, keyboardlastigen Parts und bewies dass man in der Lage ist abwechslungsreiche Songs zu gestalten und technisch gut umzusetzen. Das Keyboard konnte mich zwar wie immer nicht begeistern, weil dieses zu oft und zu berechenbar eingesetzt wurde. Die Gitarrenarbeit jedoch war ausgezeichnet. Was man auch gerne unter Beweis stellte, indem öfter auch Parts mit cleanen Gitarrenriffs eingesetzt wurden. Diese sorgten in den Songs noch zusätzlich für Akzente. Selbst der Gesang ließ keine Wünsche offen, denn von tiefen Growls bis Kreischen bis zu einem verausgabenden Bühnenacting bot der Sänger alles was das extrem Metal Herz begehrt. Die Begeisterung der Zuschauer quittierte diese Hingabe. Die Spielfreude von DARKNESS ABLAZE sprühte auf das Publikum über und animierte diese zu ausgelassenem feiern sowie „tosendem“ Applaus. Das ging sogar so weit, dass man die Band schon gar nicht mehr von der Bühne lassen wollte und mit Applaus und rufe nach einer Zugabe dazu bewegte noch etwas länger zu spielen. Ein sehr gelungener Auftritt! Da kann man sich schon auf das kommende Album freuen, dass ausgerechnet heute zur Release Party noch nicht zum Verkauf stand. www.darkness-ablaze.de (Sabrina)

 

Nach der Glanzleistung von DARKNESS ABLAZE, bekamen nun ANCIENT RITES ihre Gelegenheit sich zu beweisen. Zuschauer zogen diese zwar nicht in der Größenordnung an wie die Vorgängerband, aber davon ließ man sich nicht weiter irritieren. Auch diese Band wartete mit äußerst keyboardlastigen Songs auf, die darauf abzielten die unheimliche Stimmung auf der Bühne anhand von Lichteffekten und entsprechenden Gebaren des Sängers noch zu intensivieren. Leider trafen ANCIENT RITES mit ihrer Musik einfach nicht den Nerv der Anwesenden, so dass sich nach und nach der Raum immer mehr lehrte. Der Gesang stieß bei vielen auf Ablehnung den dieser bewegte sich eher im Bereich von röchelndem Gebrüll anstatt von anständigen Growls und Kreischen. Erschwerend zu dem doch etwas befremdlichen Gesang kommt noch hinzu, dass dieser bei den gitarrenlastigen Songs häufig unterging, was vermutlich auf ein schlechtes Abmischen oder auf fehlende Übung mit einem Mikro zurückzuführen ist. Überaus positiv ist hingegen die Gitarrenarbeit der beiden Gitarristen gewesen die eine respektable Leistung an den Tag legten! Das wertete die Songs merklich auf. Die Band wechselte mühelos von rasenden zu melodischen Parts, die stellenweise schon fast episch daher kamen. Ordentlich Keyboards wurde auch hier dann wieder allzu gerne eingesetzt als Ausgleich dafür, dass kein Bassist vorhanden war. Trotz aller Bemühungen sprang der Funke nicht auf das Publikum über, das fast keine Resonanz zeigte und immer spärlicher wurde. Ihre Aussage „many people don’t like us, but we don’t care“ lebte man förmlich auf der Bühne. Denn obwohl es doch wenig ersprießlich sein muss, vor einem Publikum zu spielen, dem nicht gefällt was man tut, zog man professionell und mit Begeisterung die Show durch. www.ancientrites.be (Sabrina)

 

 

 

 

Gastbericht: Sabrina & Tom (Wie immer 1000 Dank!)

 Layout: Lobi

Bilder: www.rockground.de (Auch hier ein dickes Danke!), Bandhomepages

 

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