GOREFEST (August 2007)


 



 

1998 war's vorbei mit GOREFEST - die Band hatte sich zerstritten, war sich uneinig über ihre Zukunft und löste sich auf. Im Sommer 2004 jedoch - im Zuge einer Re-Release-Aktion - meldete sich eine der dienstältesten Death Metal-Bands aus Holland wieder zurück in der Szene. Die Streitigkeiten wurden aus dem Weg geräumt und mit dem grandiosen Comeback-Album 'La Muerte' (2005) konnte man locker an alte Glanztaten anknüpfen - so, als hätte es die sechsjährige Funkstille nie gegeben. Nun, zwei Jahre später, liegt bereits der neue Longplayer 'Rise To Ruin' vor, auf welchem sich die Band so frisch und aggressiv wie selten zuvor präsentiert. Gitarrist und Gründungsmitglied Frank Harthoorn beantwortete unsere Fragen.

 

Frank, wie fühlt ihr euch mit einem weiteren starken Album im Rücken? Seid ihr zufrieden mit eurer Arbeit? Liefen die Studioarbeiten ähnlich wie beim Vorgänger ab?

Mehr als zufrieden, würde ich sagen. Meiner Meinung nach gehören die letzten beiden Alben zum Besten, was wir je aufgenommen haben, wobei das natürlich jeder Musiker über seine aktuellen Arbeiten erzählt. Wie die Szene das beurteilt, ist mir eigentlich egal. Wir machen die Musik ja nicht, um Anerkennung von irgendwem zu bekommen. Klar ist es schön zu hören, wenn den Leuten unsere Sachen gefallen, aber in erster Linie machen wir den Kram für uns selbst, weil wir Spaß daran haben. Davon leben können wir auch nicht, also sind wir letzten Endes einfach nur vier Kerle, die diese Art von Musik gerne schreiben und spielen. Und so lange es sich gut anfühlt, werden wir weitermachen.
Ja, aufgenommen und produziert haben wir auch dieses Mal wieder im Alleingang im Excess Studio hier in Holland, lediglich die Gesangsaufnahmen haben wir in das Antfarm Studio (Dänemark) von Tue Madsen ausgelagert. Tue, der anschließend auch wieder für den kompletten Mix zuständig war, konnte alles aus Jan-Chris rausholen und hat ihn immer wieder angespornt noch mehr Aggression und Wut in seine Stimme zu legen. Mission geglückt, würde ich sagen.

Die Medien feiern 'Rise To Ruin' als euer brutalstes und schnellstes Album. Siehst du das ähnlich?

Ja, auf jeden Fall. Das wird schnell klar, wenn man sich die Scheibe anhört. Die meisten Leuten würden diesen Titel zwar immer noch an 'False' vergeben, aber so schnell war die Scheibe - bis auf zwei Songs und einige weitere Parts - eigentlich gar nicht. Wir haben aber auch nicht im Vorfeld geplant, jetzt unser heftigstes Album aufzunehmen oder so etwas. Das hat sich ganz natürlich so entwickelt. Wir haben jedoch irgendwann eingesehen, dass dieser "Heavy Shit" einfach am besten zu uns passt.

Euer Drummer Ed steuert auch ziemlich viele Gitarrenparts zum Songwriting bei, was nicht gerade alltäglich ist. Wie sah es da in Bezug auf 'Rise To Ruin' aus?

Ed hatte bereits einige Songs für 'La Muerte' geschrieben und als wir das Album veröffentlicht hatten, machte er einfach weiter. Er hatte da noch ein paar richtig coole Sachen in der Schublade und Boudwijn kam mit einigen ebenso coolen Songs an. Also habe ich die beiden einfach machen lassen, weil sie in dieser Zeit einfach bessere Songs am Start hatten als ich selbst. 'Rise To Ruin' wurde also komplett von den beiden geschrieben.
So ungewöhnlich ist es eigentlich gar nicht, dass sich Drummer am Songwriting beteiligen. Ich denke da zum Beispiel an Steve Asheim von DEICIDE, der ja praktisch auch deren Songs allein komponiert oder an Gene Hoglan, der damals viel für DARK ANGEL geschrieben hat. Oder an Ken Owen von CARCASS, der zusammen mit Bill Steer viele Songs geschrieben hat. Aber wie dem auch sei, für uns bleibt die Sache dadurch spannend und erfrischend, da ein dritter Songschreiber den Sound der Band natürlich erweitert und vorantreibt. Jan-Chris schreibt in erster Linie die Lyrics, beteiligt sich aber auch sehr an den Feinheiten wie zum Bespiel den Ausarbeitungen eines Refrains, Tempowechseln oder Breaks.

Ihr habt mit der Zeit einen ziemlich eigenen, typischen Gitarrensound entwickelt - sehr warm, klar und ziemlich heavy. Was ist euer Geheimnis?

Da gibt es eigentlich keine wirklichen Geheimnisse. Wir werkeln diesbezüglich eigentlich nicht so viel rum. Einstöpseln, ein paar Einstellungen machen, losspielen - das war's. Viel von dieser Schwere, die du meinst, liegt einfach in den Fingern und wir schreiben einfach gerne Gitarren orientierte Songs. Ansonsten benutzen wir Gibson Les Paul Gitarren, stimmen die auf B runter und spielen über Marshall- oder Mesa Boogie-Amps.    

Was kannst du uns über das neue Artwork erzählen. Mich hat es beim ersten Hinsehen irgendwie an dieses METALLICA/Pushhead-Ding erinnert.

Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Cover zum ersten Mal zu Gesicht bekommen habe! Aber das ist cool - ich mag METALLICA. Jan-Chris gab Rob Middleton, dem Künstler, einfach all seine Texte und dies waren die Bilder, die ihm dazu einfielen. Besonders der Songs "A Grim Charade" hatte wohl einen großen Einfluss auf das Artwork. Bisher haben wir sehr geteilte Meinungen darüber gehört. Es scheint sich zu so einem "Love it or hate it"-Ding zu entwickeln ähnlich wie in Bezug auf die Vocals und Texte von Jan-Chris. Mir persönlich gefällt's.

Dann bleiben wir doch mal bei den Texten. Diese scheinen wieder sehr sozialkritisch und wütend zu sein.

Das ist natürlich die Abteilung von Jan-Chris, aber in erstes Linie drehen sich die Lyrics um das unkontrollierbare und unvermeidbare Streben der Menschheit in eine Hölle auf Erden. Das geht es um Konsumverhalten, Ausbeutung, Korruption, usw. und wo das alles hinführt. Kein schönes Bild.

Musikalisch habt ihr euch nach eurer Wiedervereinigung ja ziemlich "back to the roots" entwickelt. Warum benutzt ihr da eigentlich euer altes Logo nicht mehr?

Das sehe ich ein bisschen anders, da wir immer noch viele Elemente verwenden, die wir erst zu 'Soul Survivor'- und 'Chapter 13'-Zeiten in unseren Sound integrierten. Allerdings treten diese Elemente nicht mehr so stark in Erscheinung wie damals, sondern schimmern eher unterschwellig durch. Ohne die beiden eben genannten Alben, hätte es 'La Muerte' und 'Rise To Ruin' in dieser Form wohl nie gegeben. Wir hatten sogar darüber nachgedacht, das alte Logo wieder auszugraben, wollten dann aber doch lieber klar machen, dass wir uns im Hier und Jetzt befinden und nicht in der Vergangenheit.

Viele Fans konnten oder wollten den Entwicklungen auf 'Soul Survivor' und 'Chapter 13' nicht folgen. Für euch scheinen die Alben ja einen ganz anderen Stellenwert zu haben, obwohl ihr live eigentlich gar nicht mehr auf sie zurückgreift.

Gerade mit 'Soul Survivor' wollten wir mal etwas anderes ausprobieren, da unser Enthusiasmus immer mehr verflog. Wir haben viel Kritik dafür einstecken müssen, aber ich finde, dass auf dem Alben viel cooles Zeug gelandet ist. Viele Leute drücken dem Album auch gerne mal den Kommerz-Stempel auf, was ich aber für kompletten Schwachsinn halte. Es war doch eher ein völlig unkommerzieller Schritt einen gut verkaufenden Death Metal-Sound gegen 70er Jahre Hard Rock-Vibes auszutauschen. Als ob man damit mehr verkaufen würde... Auf 'Chapter 13' bin ich immer noch verdammt stolz und ich weiß, dass es die anderen aus der Band auch sind. Ich habe gerade die Liner-Notes für einen anstehenden, limitierten Vinyl-Release des Albums fertig geschrieben und dabei ist mir noch mal wirklich bewusst geworden, wie sehr ich dieses Album mag. Die Platte wurde von den meisten Leuten einfach missverstanden und man hat ihr keine richtige Chance gegeben. Beide Alben haben also immer noch ihren Platz in unseren Herzen, allerdings passen sie nicht mehr so richtig zu den Sachen, die uns heutzutage gefallen. Von daher findet man auch keine Songs davon im Live-Set.

Früher hattet ihr öfter mal Probleme mit den Black Metal-Kreisen. Wie siehst du diese Szene heute und was sagst du zu den rechten Tendenzen, die leider immer wieder durchschimmern.

Ich glaube, die meisten von denen, die ein Problem mit uns hatten, sind mittlerweile tot. Ich kann nicht sagen, dass mir ihr Bullshit etwas ausgemacht hat. Einer von ihnen war ein ziemlich Idiot, nicht viel größer als die Schuljungen, mit denen er rum hing und mit einem anderen Vertreter hatte ich nie Kontakt. Wir haben uns eigentlich nie so richtig darum gekümmert, da wir zu der Zeit immer mit Touren oder Albumaufnahmen beschäftigt waren. Diese rechten Tendenzen scheinen für eine ideologisch ernste Black Metal-Band irgendwie unvermeidbar. Das lässt die Burschen nicht gerade besonders hell im Kopf erscheinen und viele sind wohl nur auf die Schockwirkung aus. Aber es ist ja auch wirklich beängstigend, wenn vielleicht die Omas (!) Gefallen daran finden, oder?

Seht ihr selbst GOREFEST eigentlich noch als Death Metal-Band?

Nach der heute gängigen Definition eigentlich nicht mehr. Mit technischer Aggressivität haben wir jedenfalls nichts zu tun und generell hat uns die technische Seite des Metal nie so richtig interessiert. Und die meisten Bands bekommen diese Sachen eh viel besser hin, als wir das jemals könnten. Wir donnern dem Hörer lieber wie eine Tonne Backsteine auf den Schädel. Wenn man sich mit dem Begriff Death Metal  jedoch auf die späten Achtziger und frühen Neunziger also Bands wie AUTOPSY, DEATH, OBITUARY, ENTOMBED, BOLT THROWER oder CARCASS bezieht, dann, denke ich, könnte das passen, da wir uns in meinen Ohren nicht all zu sehr von deren Sounds unterscheiden. Aber die Puristen haben uns nach 'Mindloss' eh schon nicht mehr in dem Bereich akzeptiert, von daher ist das auch ziemlich egal.
 
Streifen wir doch noch mal ein wenig durch eure Diskografie. Was fällt dir so spontan zu euren Alben ein?

Mindloss:
Ein ziemlich reinrassiges Death Metal-Album, allerdings mit vielen Melodien, da ich das am Metal immer gern mochte. Wir haben drauf geachtet richtige Songs zu schreiben anstatt nur viele Riffs aneinander zu reihen. Auf dem Album waren fast nur Demosongs vertreten, an denen wir dann so lange feilen konnten, bis sie auf dem richtigen Level waren.

False: Unser wichtigstes Album, denke ich, und das Album, an das sich die meisten Leute erinnern. Diese Scheibe hat uns viele Türen geöffnet und wir konnten damit einen Welttournee durchziehen. Großartige Scheibe, großartige Songs. Killer!

The Eindhoven Insanity: Eine Art Glückstreffer. Wir hatten da diesen Mitschnitt von der coolen Dynamo-Show und dachten uns, dass wir damit doch einfach das erste Death Metal Live-Album der Welt veröffentlichen könnten. So ist's dann auch gekommen und so haben wir immer noch eine nette Erinnerung an diese Show. Für viele Leute ist das sogar ihr Lieblingsalbum von GOREFEST. Verrückt, aber cool.

Erase: Das Album haben wir etwas zu früh nach 'False' in Angriff genommen. Wir hätten eigentlich auf Colin Richardson (Produzent von 'False' - Anm. d. Verf.) warten sollen, waren aber irgendwie so sehr in Eile, dass wir die Platte ohne ihn aufgenommen haben. Das war wohl ein großer Fehler, da wir den Mix ziemlich vermurkst haben. Coole Songs, aber ich hasse den Sound auf dem Album....und diese dämlichen Poser-Fotos. Die Vocals von Jan-Chris gefallen mir auch nicht sonderlich gut.

Soul Survivor: Viele Leute drehten uns nach diesem Album den Rücken zu. Es war auch eher ein Boudwwijn/Ed-Projekt, aber ich denke, es gibt darauf einige wirklich gute Songs. Auch der Sound ist Killer und mittlerweile hat die Scheibe auch ihre ganz eigene Hörerschaft gefunden und wird bei denen als eine Art Kult-Platte angesehen, was natürlich großartig ist.

Chapter 13: Unser dunkelstes Album für meine Begriffe. Es ist heavier als 'Soul Survivor' und hat einen ziemlich guten Fluss. Darauf finden sich auch einige meiner Altime-Favourit Songs wie "Unsung", "Serve The Masses" oder "Smile". Viele haben dieses Album und den Vorgänger in einen Topf geschmissen, was für mich aber ziemlich unverständlich ist, da sie sich doch sehr voneinander unterscheiden. Eins meiner Lieblings-GOREFEST-Alben - das ist mal sicher.

La Muerte: Das Album lief uns locker von der Hand und ich denke das hört man auch. Es ist vielleicht ein wenig lang, aber wir hatten da all diese Songs und eine großartige Zeit im Studio, weswegen wir auch alles auf die Scheibe gepackt haben. Zwei oder drei Tracks weniger hätten dem Album sicher auch nicht geschadet, aber mir gefällt's auch so immer noch sehr gut.

Du selbst bis ja nun auch schon lange im Musikzirkus aktiv. Was sind die deutlichsten Unterschiede zwischen früher und heute?

Abgesehen vom Internet, welches natürlich viele Veränderungen mit sich gebracht hat, gibt es da eigentlich nicht viel. Es gibt immer noch haufenweise Leute, die Musik hören, machen, aufnehmen, spielen, sammeln, reviewen, vertreiben und kaufen. Die Bands suchen immer noch nach neuen Extremen und darauf baut unser Genre ja auch teilweise auf. Die Leute haben immer noch dämliche Frisuren, trinken viel Bier bei Gigs... Nö, so viele Veränderungen sehe ich eigentlich gar nicht.

Nach dem Release von 'La Muerte' gab es bei weitem nicht so viele Gigs, wie eure Fans sich das erhofft hatten. Es gab viele Tourabsagen, usw. Was war denn da los?

Ca. 50 Shows wurden abgesagt, was - für jede Band - natürlich eine ganze Menge ist. Eine Tour mussten wir selbst canceln, bei einer anderen wurde uns die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dann konnte für die X-Mas-Tour kein passender Headliner gefunden werden, aber da hatten die Booker von Metallysee einfach Pech. SIX FEET UNDER sagten ab, weil sie ihre Platte aufnehmen wollten und SOILWORK, die dafür einspringen sollten, haben's auch nicht geschafft. Dumm gelaufen. Jetzt im Oktober geht es aber wieder voran! (Checkt die Live-Dates auf der Gorefest-Webseite - Anm. d. verf.)

Du hast sicherlich von der grandiosen ASPHYX-Reunion auf dem diesjährigen Party San Open Air gehört. Deine Meinung dazu? Glaubst du, dass sich die Jungs noch mal zu einem Album durchringen werden?

Diese Show hätte ich liebend gerne gesehen! Bob und Paul von ASPHYX haben mir erzählt, dass der Gig ein voller Erfolg gewesen sei und nach den dazugehörigen Clips im Internet glaube ich ihnen auf's Wort. Es freut mich zu sehen, dass sich die dienstälteste Death Metal-Band Hollands noch mal für ein paar Live-Gigs aufgerafft hat und eigentlich wäre es keine große Überraschung, wenn sie bald an einem neuen Album arbeiten würden. Sie haben da ein exzellentes Line-Up am Start, also sollte das doch kein Problem sein.

Bist du generell noch in Kontakt mit der holländischen Szene?

Klar, wir sind immer noch mit den "alten" Bands in Kontakt, aber auch mit vielen neuen Kapellen. Unser Land ist recht klein, da läuft man sich automatisch über den Weg und quatscht oder trinkt mal einen zusammen. Good times!

Bitte nenne uns doch mal zehn Alben, die deinen Musikgeschmack nachhaltig geprägt haben.

THE STRANGLERS - The Raven
IRON MAIDEN - Number of the Beast
RAVEN - Wiped Out
METALLICA - Ride the Lightning
CELTIC FROST - Morbid Tales
SLAYER - Hell Awaits
POSSESSED - Seven Churches
DEATH - Scream Bloody Gore
CARCASS - Symphonies of Sickness
CARCASS - Necroticism

Und welche drei Alben hast du dir zuletzt gekauft?

HOOTIN' AND HOLLERIN' with The Pine Box Boys - Live at Thee Parkside vol.2
TYPE O NEGATIVE - Dead Again
LILY ALLEN - Alright, Still

Frank, danke für deine Zeit und alles Gute für dich und GOREFEST!

Danke DIR für dein Interesse an meiner kleinen Band. Ich hoffe, dass ein paar eurer Leser 'Rise To Ruin' antesten werden.

Mit Sicherheit!
 

Interview + Layout: Jan


 Line-up

Jan-Chris de Koeyer - Vocals / Bass
Frank Harthoorn - Guitar
Boudewijn Bonebakker - Guitar

Ed Warby - Drums

Discographie

 1989 - Tangled in Gore (Demotape)
1990 - Horrors in a Retarded Mind (Demotape)
1991 - Mindloss (Foundation 2000)
1992 - False (Nuclear Blast Records)
1992 - Live Misery (7" Live EP, Cenotaph Records)
1992 - Promotape 1992 (Nuclear Blast Records)
1993 - The Eindhoven Insanity (Live, Relapse Records/Nuclear Blast Records)
1994 - Erase (Nuclear Blast Records)
1994 - Fear (EP, Nuclear Blast Records)
1996 - Freedom (CD/Single, Nuclear Blast Records)
1996 - Soul Survivor (Relapse Records/Nuclear Blast Records)
1998 - Chapter 13 (SVP / Steamhammer)
2005 - La Muerte (Nuclear Blast Records)
2007 - Rise To Ruin (Nuclear Blast Records)


Web

www.gorefest.net

 


 

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