CRIMSON CULT (Februar 2012)


 

Die österreichische Ausnahme-Metalband CRIMSON CULT starteten mit einem allerorts abgefeierten Debüt „Crimson Cult“ und kurz danach ging die Plattenfirma pleite. Aber statt den Kopf in den Sand zu stecken, wurde fleißig neues Material geschrieben und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Label meldete, denn solches Potential kann man einfach nicht ignorieren. Den Zuschlag erheilt mal wieder Pure Steel Records, die wieder ein gutes Näschen bewiesen hat. „Tales Of Doom“ kommt demnächst auf den Markt und ist ein echter Hörgenuss für alle Qualitätsbewussten Metaller! Ralf und Gitarrist & Hauptsongwriter Günter Maier (ex-U8, ex-BIG HEAT/STIGMATA/STYGMA IV, ex-FLOOD OF AGES) hielten den folgenden, gemütlichen Plausch via eMail:

 

Grüß Dich Günter – hier der Ralf vom Ancient Spirit Webzine. Na fieberst Du schon dem Release von „Tales Of Doom“ entgegen?

Ja natürlich, diese Cd ist mir unheimlich wichtig, weil da einige Sachen drauf sind, auf die ich sehr stolz bin.

 

Ihr könntet bereits ein Buch über Missgeschicke und Pechsträhnen schreiben, nachdem ihr Du einen Neuanfang mit CRIMSON CULT gestartet hattest und ein gutes Debüt in der Tasche machte Euer Label Dockyard pleite – wie hattet ihr das damals erfahren?

Christine, die Chefin von Dockyard, hat mich angerufen und mir gesagt dass sie pleite sind, so einfach geht das. Das Gefühl war damals wirklich großartig, vor allem musste ich es ja den anderen Bandmitgliedern auch beibringen.

 

Nach all’ diesen Tiefschlägen in der Vergangenheit auch mit STYGMA IV – wolltest Du da nie den Kram einfach hinwerfen? Wie schafft man es, immer weiter zu machen?

Es geht ja im Prinzip nur um die Musik, und die Kunst hat mit Business eigentlich nichts am Hut. Wenn die Ideen daher fliegen muss man sie festhalten, ob man nun Lust hat oder nicht, die musikalischen Ergüsse sind oft sehr lästige Gesellen ;-)

 

Wie kamt ihr an Pure Steel Records?

Die haben unser neues Material gehört und waren gleich Feuer und Flamme, ich denke auch dass die Konstellation dieses Mal wirklich gut passt.

 

Kommen wir zu „Tales Of Doom“. Das Album klingt härter, erwachsener und abwechslungsreicher als je zuvor – gibt es da einen textlichen Zusammenhang?

Danke, wir sehen das genau so. Textlich gesehen ist TALES OF DOOM eigentlich ein Konzeptalbum. Jeder Song erzählt ein bestimmtes menschliches Schicksal, von Kinderschändern in der Kirche, von politischen Arschlöchern bis zu Missetäter welche ihre Opfer in Verliesen halten. Und das arge ist, dass die Stories alle wahr sind.

 

Wie waren die Kritiken bisher?

Super, wir sind sehr happy.

 

Ihr habt von Speedsongs, über Epen, klassische Headbanger, leicht progressives bis hin zur Ballade alles dabei. Eigentlich müsstet ihr den typischen Metalhead ansprechen, der nicht so verbohrt nur in Schubladen denkt. Findest Du es nicht schade, dass dies in der Szene sehr verbreitet ist?

Ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile alles ziemlich egal. Wem's gefällt, freut mich; wem nicht, dann verpasst er halt was; reich wird man in diesem Business ohnedies nicht.

 

Vor allem Euer Sänger Walter hat sich noch gesteigert, denkst Du es wird noch irgendwer dem Ritchie nachtrauern.

Das ist mir ebenfalls ziemlich egal ob jemand dem Ritchie nachtrauert. Wir haben in Walter den für uns „Besten“ gefunden und verstehen uns einfach prächtig. Stimmlich hat sich Walter natürlich extrem gesteigert und er hat diesmal wirklich sehr gute Ideen eingebracht, nicht nut textlich sondern auch wichtige Sachen fürs Gesamtkonzept.

 

Wie war die Arbeit im Studio?

Sehr relaxed und ohne Zeitdruck. Wir hatten das Glück mit Österreichs Topproducer zu arbeiten und hatten tolles Röhrenequipment zur Verfügung.

 

Jetzt wird es Zeit, das Material auch livehaftig zu präsentieren, gibt es schon konkrete Pläne? Einige Festivals wären sicher nicht schlecht?

So ist es, ich lass das Mal auf uns zu kommen, wenn vernünftige Angebote vorliegen, jederzeit.

 

Bitte Deine 5 momentanen Lieblins-Platten/CDs…

 

GARY MOORE – After The War

VAN HALEN – A Different Kind Of Truth

DON AIREY – K2

BLACK SABBATH – Sabbath Bloody Sabbath

IAN GILLAN – Magic

 

Was liegt als nächstes an mit CRIMSON CULT?

Als allernächstes stehen die Biere an ;-)

 

Na dann, cheers!

 

CHEERS
Günter


 

Interview: Ralf

Layout: Stefan

Alle Bilder von den verschiedenen Webseiten der Band

 

Webseiten:

 

 

 

 

 

 

Line-Up:

 

GÜNTER MAIER

Guitar & Keyboardprog.

ALEX HILZENSAUER

Bass

WALTER STUEFER

Vocals

PETER "BEDA" BACHMAYER

Drums

 

 

 

Discografie:

 

'Tales Of Doom'
2012 - Album
'Crimson Cult'
2009 - Album
'Demo 2008'
2008 - Demo-CD

 


 

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